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 Betreff des Beitrags: Nach Skoliose Op
BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2015, 04:07 
Also ich wurde vor knapp 9 Tagen in der Werner Wicker Klinik operiert an meiner Skoliose, die 40 Grad betrug. Jetz liege ich hier noch zwei Tage bis ich heim darf endlich. Ich wollte fragen
-Wie war die Heimfahrt für euch? Wie habt ihr das im Auto so lange ausgehalten? Ich Schaffe 10 minuten sitzen dann muss ich fast weinen vor schmerzen, und wir fahren 3 1/2 Stunden heimwärts..
-Duschen, genau desselbe. Ich habe nach 15 Minuten geheult weil ich nicht mehr sitzen konnte
-Die Zeit daheim alleine? Ich bin ein paar Wochen alleine jetz daheim, da ich mich von der Schule befreien lasse und meine Eltern arbeiten müssen. Was darf man daheim alleine machen und was nicht
Bitte klärt mich ein bisschen auf über die ganzen wichtigen Dinge auf die man achten sollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Skoliose Op
BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2015, 16:10 
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Diagnose: Hyperkyphose 96°, Morbus Scheuermann, Keilwirbel, leichte Skoliose, ca 35°
Operation: 27.10.2010, WWK Bad Wildungen, Th3-L1, nach OP 60° Kyphose (30° im versteiften Bereich), Skoliose unter 10°
Hallo,

ich bin auch in der WWK operiert worden. Auf Anfrage haben die damals einen Liegendtransport organisiert, so bin ich auch liegend heimgefahren worden, was auszuhalten war. Im Sitzen wäre eine 3h-Fahrt für mich auch ziemlich schlimm gewesen denke ich.
(Der Pfleger Heinrich hat das u.a. damals gemacht - frag mal nach, die Schwestern müssten da auch bescheid wissen!)
Duschen: Ich hatte am Anfang auch Angst davor. Bei mir war vor allem das Stehen und die Kreislaufprobleme dabei ein Problem. Das war zu Hause dann aber halb so wild, nachdem ich zu Hause war, ging es mit solchen Sachen steil bergauf, auch mit den Schmerzen im Sitzen. Du kannst ja am Anfang noch so gut es geht mit Katzenwäsche überbrücken (mein Tipp: Trockenshampoo für die Haare!). Lass dir ggf noch von deinen Eltern helfen oder lass jemanden in Rufweite wenn du duschst, damit sie dir im Notfall helfen können. Und Duschen kann man auch in 3-5 Minuten wenn es sein muss.
Was du nicht tun solltest:
Sport (Fahrrad fahren usw inklusive), nichts über 5 kg heben, alles was wehtut sein lassen, wenn du tief in der LWS operiert worden bist, nicht niedrig sitzen wenn es zu vermeiden ist. (Niedrige Sofas oder Betten ggf von deinem Vater hochbocken lassen - einfach ein paar Ziegel oder einen Balken drunter legen für die Heilungsphase). Über die Seite aufstehen, was dir vermutlich gezeigt wurde. Zehennagelmaniküre würde ich auf später verschieben. Versuch am besten Schuhe aufzutreiben, in die du reinkommst ohne sie schnüren zu müssen. Nicht Bücken, wenn du es tun musst, dann geh in die Hocke.
Letzendlich ist das A und O: achte auf deinen Körper. Tut es zu sehr weh, lass es sein und bitte um Hilfe. Machs dir gemütlich! Wenn du überhaupt nicht zurecht kommst, geh zum Hausarzt und lass dich mit Schmerzmitteln versorgen. Es wird besser, man muss nur etwas Geduld haben.

Liebe Grüße und gute Besserung! Du schaffst das!
Divided

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Skoliose Op
BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2015, 16:21 
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Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
Operation: 1997 Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade, sehr gutes OP-Ergebnis
Hallo Sosaxx,

dem, was Divided geschrieben hat, kann ich nur zustimmen.
Was zusätzlich die erste Zeit vermieden werden sollte: ruckartige Bewegungen. Aufstehen und Hinsetzen/Hinlegen langsam - wirst du vermutlich auch so machen - und auch Bewegungen mit Ziehen und Drücken möglichst vorsichtig (z.B. Stecker aus der Steckdose ziehen, Fenster öffnen, Autotüren zuziehen... kann auch erstmal ziemlich schmerzhaft sein :o ).

Beim Duschen fand ich es anfangs sehr mühsam, überhaupt den Wannenrand der Badewanne zu übersteigen. Hier kann es auch gut sein, sich helfen zu lassen. Baden solltest du noch länger sein lassen- so tief sitzen und dann aufstehen ist mit Versteifung sehr mühsam und erst geeignet, wenn du wieder fitter bist.

Geeignet als Beschäftigung anfangs sind leichte, schonende Tätigkeiten im Stehen, Liegen, Sitzen - lesen, computern etc. Grundlegend das, was du jetzt auch schon machen kannst. An Bewegungen sind Übungen, die dir ggf. gezeigt wurden, gut, sowie moderate Spaziergänge, je nachdem wie du sie schaffst.

Gute Besserung wünsche ich dir :)

Viele Grüße
Raven

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MeineRB


Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Skoliose Op
BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2015, 16:55 
Dankeschön für eure lieben Worte und das ihr euch die Zeit genommen habt mir zu antworten, ich werde die Sachen berücksichtigen, trotzdem bin ich so am verzweifeln dass sich mein Gesundheitsstatus bessern wird, wenn nicht einmal die Schmerzmittel hier helfen :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Skoliose Op
BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2015, 17:13 
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Diagnose: Hyperkyphose 96°, Morbus Scheuermann, Keilwirbel, leichte Skoliose, ca 35°
Operation: 27.10.2010, WWK Bad Wildungen, Th3-L1, nach OP 60° Kyphose (30° im versteiften Bereich), Skoliose unter 10°
Hallo Sossax,

dass es am Anfang wehtut ist ziemlich normal, trotz Schmerzmittel. Das ist einfach ein gigantischer Eingriff, und wenn die Wunden verheilt sind, sollte das besser werden. Auch die restlichen Schmerzen werden sich nach und nach immer weiter relativieren.
Als ich in der WWK war, habe ich übrigens nicht so wahnsinnig starke Medikamente bekommen. Da war schon noch eine Steigerung möglich. (Was bekommst du denn?)

Liebe Grüße,
Divided

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Skoliose Op
BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2015, 17:19 
Hey Divided,

Ich hab keine ahnung auf jeden Fall wenn ich schmerzen habe novalgin tropfen oder so und früh und abends schmerztablette und vorher haben die weil ich so Bauchschmerzen hatte, alle Tabletten und spritzen ausprobiert aber nichts hat geholfen, ich hatte so viele Medikamente in mir aber der Schmerz war zu stark
Hatte übelkeit und bauchweh weil sie mich von der Seite operiert haben..


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Skoliose Op
BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2015, 20:09 
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Diagnose: Hyperkyphose 96°, Morbus Scheuermann, Keilwirbel, leichte Skoliose, ca 35°
Operation: 27.10.2010, WWK Bad Wildungen, Th3-L1, nach OP 60° Kyphose (30° im versteiften Bereich), Skoliose unter 10°
Hallo,

Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf Schmerzmittel. Und Jugendliche reagieren häufiger noch empfindlicher als Erwachsene was Nebenwirkungen betrifft. Übelkeit und Bauchschmerzen können auch von den Medikamenten ausgelöst werden.
Ich bin auch sehr magenempfindlich und vertrage vor allem Tropfen sehr schlecht, sowie magenbelastende Schmerzmittel wie Ibufon und Diclofenac. Was ich aber gut vertage und auch relativ gut anschlägt sind Tramadol Retard Tabletten (ggf in Kombination mit Novalgin Tabletten). Vielleicht ist das einen Versuch wert, wenn es noch nicht ausprobiert wurde.

Schmerzfrei ist in der ersten Zeit wohl kaum jemand, das ist leider so. Bis zu einem gewissen Grad muss man einfach die Zähne zusammenbeißen. Bleib tapfer, du schaffst das. Und die Schmerzen werden sicher auch bald von alleine besser, versprochen.

Liebe Grüße,
Divided

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Skoliose Op
BeitragVerfasst: Di 29. Sep 2015, 08:49 
Hey nochmal, danke für dein Wissen Raven.
Schmerzen haben zwar sehr nachgelassen aber jetz habe ich große Angst, wegen Folgendem:
Heute früh um 6 Rum, habe ich geträumt und in meinem Traum musste ich gähnen und dann habe ich wirklich gegähnt und mich dabei gestreckt und aufeinmal knackt es, aber nicht an der Wirbelsäule sondern unter meiner narbe ich weiß nicht vlt bei den Rippen oder so.. Bin dadurch aufgewacht. Ich habe jetzt wieder ziemliche schmerzen und große Angst vor einer zweiten Op.. Ich verkrafte das nicht :(
Dieses knacken war nicht wie beim Finger knacken sondern wie wenn zwei Knorpel sich aneinander pressen
Ich weiß nicht wie ich es Beschreiben kann aber jetz habe ich dort starke Schmerzen..
Bitte helft mir :( habe so angst
Kann mir jemand sagen wie man hier Bilder einfügt, dann zeige ich die stelle..
Nebenbei wurde mir bei Der op eine Rippe entfernt vlt hängt es damit zusammen ich weiß es nicht :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Skoliose Op
BeitragVerfasst: Di 29. Sep 2015, 08:50 
Ich meinte danke Divided, sorry :?


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach Skoliose Op
BeitragVerfasst: Di 29. Sep 2015, 14:40 
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Diagnose: Hyperkyphose 96°, Morbus Scheuermann, Keilwirbel, leichte Skoliose, ca 35°
Operation: 27.10.2010, WWK Bad Wildungen, Th3-L1, nach OP 60° Kyphose (30° im versteiften Bereich), Skoliose unter 10°
Also ganz wichtig: Ruhe bewahren!
Meistens macht man sich grundlos Panik. Natürlich kommt es vor das kaputt geht, aber das passiert meist auch nicht so oft und so schnell. Strecken beim Gähnen ist jetzt nicht gerade eine Hardcorebewegung, und deine Rippen sind die gleichen wie vorher auch - warum sollte da was beim Strecken kaputt gehen?
Knacken kann alles mögliche. Im Bereich der Rippen können z.b. Knorpel knacken und sich auch leicht (!) verschieben. Hatte ich auch schon, war brutal laut, tat eine Weile weh, war aber völlig harmlos und hat sich von selbst erledigt. Wenn man bedenkt dass dir eine Rippe entfernt wurde, halte ich das nicht mal für so unwahrscheinlich.
Ich würde dir empfehlen erst mal cool zu bleiben. Sind die Schmerzen auszuhalten, schone dich ein paar Tage und schau ob es besser wird, Wenn nicht, geh zum Arzt und lass es checken.
Sind die Schmerzen sehr schlimm oder sollten sie dich beim Atmen beeinträchtigen, geh sicherheitshalber gleich zum Arzt. Ebenso bei sehr starker Druckempfindlichkeit.

Vor allem in der ersten Zeit macht jeder Schmerz, jedes unheimliche Knacken ziemlich Angst. Ich war auch mehrfach beim Arzt und hab mich "umsonst" röntgen lassen, weil ich der Meinung war da könnt ja irgendwas bei dem Knacken und den darauffolgenden Schmerzen hops gegangen sein, war aber immer alles ok. Mit der Zeit lernt man den umgebauten Körper etwas besser einzuschätzen. ;-) Man wird mir der Zeit auch mutiger, traut sich mehr. Ich mach jetzt manchmal Sachen mit meinem Rücken, an die ich in den ersten Jahren nur mit totaler Panik denken konnte. Natürlich muss man realistisch bleiben und ggf Vorsichtsmaßnahmen treffen - es kann auch was kaputt gehen, aber das kann auch unoperierten Menschen passieren. Wir Menschlinge sind in den meisten Fällen doch etwas stabiler als wir denken. Und wenn nicht - reperabel sind wir häufig auch. Keep cool, alles wird gut! :) Bei mir knackt fast jeden Tag was, manchmal tut es auch weh - aber ich weiß fast immer: harmlos! (Panik-Ausnahmen bestätigen gelegentlich die Regel, aber mit der 3-Tages-Frist bin ich eigentlich ganz gut gefahren)

Grüße,
Divided

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