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Wie stark schätzt du deine Einschränkung nach der OP ein?
Welche Einschränkung? Ich komme super zurecht! 0%  0%  [ 0 ]
Geringe Einschränkung, stellt im Alltag aber kein Problem dar! 17%  17%  [ 1 ]
Mittel, ich spüre die Einschränkung öfter aber ich komm schon klar. 50%  50%  [ 3 ]
Stark, ich spüre die Einschränkungen häufig und sie hindern mich im Alltag. 33%  33%  [ 2 ]
Sehr stark, ich bin kaum oder gar nicht Alltagsfähig. 0%  0%  [ 0 ]
Abstimmungen insgesamt : 6
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 Betreff des Beitrags: Re: Wie stark schätzt du deine Einschränkung nach der OP ein
BeitragVerfasst: Mo 15. Okt 2018, 18:14 
Administrator
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Registriert: Mi 20. Aug 2014, 07:55
Beiträge: 102
Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
Operation: 1997 Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade, sehr gutes OP-Ergebnis
Nachtrag:

Eben sehe ich deine Signatur:
"Die große Frage ist, ob Schmerzen nach einer spinal fusion schlechter werden können.
Die psychische Belastung halte ich nicht mehr aus."

Möchtest du auch hier eine Einschätzung?

Wie sieht es aktuell mit deiner Schmerzsituation aus?
Bei mir war das so: Vor OP immer schmerzfrei (13 Jahre alt, 55 Grad Cobb thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose). Nach OP auch keine dauerhaften oder häufigen Schmerzen, jedoch Schmerzen bei Überlastung, bei falscher Sitzhaltung (ich achte darauf, aber manchmal gibt es einfach nur schlechte Stühle...), bei Zwangshaltungen und allgemein bei unergonomischer Arbeitsweise.
Verhalte ich mich rückengerecht, geht es mir gut :) Ich habe bislang (die OP ist schon 21 Jahre her!) auch keine Spätfolgen.

Worin liegt bei dir die psychische Belastung? Resultiert sie z.B. aus Einschränkungen in Freizeit und Beruf aufgrund von Schmerzen, bist du mit dem Aussehen deines Körpers unzufrieden? Hier wäre natürlich abzuwägen, inwieweit sich diese Punkte durch eine OP verbessern und nicht durch ggf. andere, die dich ebenso belasten, ersetzt werden.
Eine OP wird deine Wirbelsäule aufrichten und dadurch auch für ein geraderes Aussehen sorgen. Hundertprozentig gerade wird dein Oberkörper insbsondere unbekleidet nicht aussehen - üblicherweise sind bei einer Skoliose auch Rippen- und Schulterknochen verformt. Je nach OP-Technik ist die Narbe senkrecht in der Mitte des Rückens (dorsal) oder geht schräg von der Bauchseite bis zur Rückenmitte (ventral). (Ich störe mich weder am Rippenbuckel noch an den verformten Schultern noch an der Narbe und trage auch z.B. rückenfreie enge Tops. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass auch der beste Operateur keinen hundertprozentig unauffälligen Oberkörper "zaubern" kann).
Mit einer langstreckigen Versteifung wirst du - gerade als junger Mensch, bei dem von einer gewissen Sportlichkeit ausgegangen wird - häufiger Menschen auf deine gesundheitliche Situation hinweisen müssen. Damit komme ich mittlerweile klar, ich kann mir aber vorstellen, dass das belastend ist; man sollte sich dessen zuvor unbedingt bewusst sein. Es passiert häufiger, dass ich auch Menschen, die ich (noch) gar nicht gut kenne, davon mehr oder weniger umfangreich erzählen muss.
Beispielsituationen:
- Jemand möchte, dass ich ihm bei etwas helfe, etwa Koffer in der Bahn verstauen, im Büro Tische wegtragen. Andere gehen natürlich davon aus, dass ein junger Mensch, dem man erstmal keine gesundheitlichen Einschränkungen ansieht, dies kann.
- Ich soll irgendwo provisorisch übernachten, die Schlafgelegenheit ist ungeeignet (mit Schlafsack auf dem Boden, Couch o.ä.).
- Ich soll irgendwo hin mitfahren, brauche aber häufiger eine Pause zum Aufstehen.
- Man plant am Arbeitsplatz irgendeine lustige Aktion, etwas Sportliches im Rahmen eines Sommerfestes oder eines Betriebsausflugs. (Kletterparks, Kart fahren, Akrobatik/ eine Menschenpyramide bauen, Fußball spielen, ein Skiausflug und desgleichen sind für mich einfach nicht geeignet.)
Reaktionen anderer, die die Situation nicht durchschauen und ggf. völlig unpassende (aber meist nicht böse gemeinte) Ratschläge verteilen, muss man auch abkönnen. Vor wenigen Tagen wurde mir mal wieder geraten, ich würde meine versteifte Wirbelsäule (Th3 - L5!) mit Yoga wieder flexibel kriegen, das hätte gegen ihren "steifen Rücken" auch geholfen... tja, sie meinte mit "steifem Rücken" lediglich Verspannungen. :?

Ich habe mir da mit der Zeit die Haltung "Ich bin nunmal so, und ihr könnt froh um eure gesunden Traumrücken sein" und "wenn ihr etwas wissen wollt, fragt nach anstatt vorschnell zu urteilen" angewöhnt :geek: , weiß aber, dass das anfangs schwer sein kann (gerade als Jugendliche wurde mir öfter unterstellt, ich würde nur nicht wollen :shock: ).


Viele Grüße
Raven

_________________
MeineRB


Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.


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