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Treibst du nach der Operation Sport?
Nein - keine Lust. 0%  0%  [ 0 ]
Nein - ist mir körperlich nicht möglich. 14%  14%  [ 1 ]
Nur Physiotherapie 14%  14%  [ 1 ]
Ja - nur Sport, der die Wirbelsäule sehr wenig belastet. 29%  29%  [ 2 ]
Ja - körperlich anspruchsvoller Sport, doch stark eingeschränkt. 29%  29%  [ 2 ]
Ja - körperlich anspruchsvoller Sport, ein wenig eingeschränkt. 14%  14%  [ 1 ]
Ja - körperlich anspruchsvoller Sport, ich mache alles mit. 0%  0%  [ 0 ]
Abstimmungen insgesamt : 7
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 Betreff des Beitrags: Treibst du nach der Operation Sport?
BeitragVerfasst: So 23. Nov 2014, 00:28 
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Registriert: Di 19. Aug 2014, 20:55
Beiträge: 122
Wohnort: Eckental
Diagnose: Hyperkyphose 96°, Morbus Scheuermann, Keilwirbel, leichte Skoliose, ca 35°
Operation: 27.10.2010, WWK Bad Wildungen, Th3-L1, nach OP 60° Kyphose (30° im versteiften Bereich), Skoliose unter 10°
Es ist sehr unterschiedlich, wie fit sich die Leute nach der OP samt Genesungsphase fühlen. Manche bleiben erstaunlich fit, während andere unter stärkeren Einschränkungen leiden. Besonders beim Sport fallen vielen die beweglichen Einschränkungen stärker auf, doch auch nicht allen. Könnt und wollt ihr noch Sport treiben? Was sind eure Erfahrungen damit?

Wie immer ist es etwas schwierig, eine Grenze zu ziehen. Welche Sportarten sind für Wirbelsäulenversteifte anspruchsvoll und welche nicht? Also Grobe Richtlinie möchte ich ein paar Beispiele nennen:

Wenig wirbelsäulenbelastender Sport wäre zum Beispiel:
Walken, Joggen, Radfahren, Schwimmen, leichtes Krafttraining, Ski-Langlauf, Tischtennis, Tanzen

Anspruchsvollerer Sport:
Diverse Ballsportarten (Fußball, Tennis...), Reiten, Turnen, Kampfsport, Snowboardfahren, allgemein Sportarten welche auf Leistung trainiert werden

Wir freuen uns über eure Berichte!

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 Betreff des Beitrags: Re: Treibst du nach der Operation Sport?
BeitragVerfasst: So 23. Nov 2014, 15:24 
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Registriert: Mi 20. Aug 2014, 07:55
Beiträge: 102
Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
Operation: 1997 Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade, sehr gutes OP-Ergebnis
Hallo,

an Sport im eigentlichen Sinne habe ich kein Interesse, bin aber auch kein "Couchpotatoe". Bei mir war das vor der OP so (auch ohne Korsett), und ist genauso geblieben. Deshalb belasten mich die Bewegungseinschränkungen psychisch auch so gut wie nicht.
Was ich gerne mache: Wandern, Walking. Ich kann auch weite Strecken in anspruchsvollem Gelände sicher laufen, z.B. auch bergwandern. Ich habe auch schon mit Flexi-Bar, Theraband, leichten Hanteln etc. trainiert (macht mir keinen Spaß, war aber zum Muskelaufbau sinnvoll). Ich spiele auch mal so zum Spaß eine Runde Frisbee mit, mal leichte spaßige Ballspiele (nichts mit echtem Gewinncharakter!), wenn das mit Freunden, bei einer Veranstaltung etc. mal in der Freizeit aufkommt.
Radfahren und Schwimmen mache ich nicht; kann das aufgrund von Koordinationsproblemen (die nichts mit der Wirbelsäule/ der OP zu tun haben) nicht. An keiner der von dir unter "anspruchsvollen Sportarten" genannten hätte ich auch nur ansatzweise Interesse. Ich gebe zu, dass ich als Jugendliche froh darum war, aufgrund der OP sportbetonten schulischen Veranstaltungen wie Skitag, Kletterhalle etc. entgehen zu können.

Viele Grüße
Raven

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MeineRB


Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Treibst du nach der Operation Sport?
BeitragVerfasst: Di 9. Dez 2014, 20:44 

Registriert: Di 9. Dez 2014, 20:17
Beiträge: 4
Operation: 2004: OP, Versteifung L3 bis TH4.
Hallo,

nach der OP (2004) habe ich neuneinhalb Jahre lang keinerlei Sport betrieben. Auch vom Schulsport war ich befreit. Die Folgen des Bewegungsmangels waren mir lange nicht bewusst und ich habe lange so getan, als sei ich ein "normaler" uneingeschränkter schlicht unsportlicher Mensch. Die Beschwerden nahmen jedoch so stark zu, dass ich dieses Jahr eine orthopädische Reha machte. Hier wurde mir gezeigt bzw. habe ich mir selbst bewiesen, dass ich durchaus sportlich aktiv sein kann. Daraufhin habe ich meinen Lebensstil radikal umgestellt.

Derzeit mache ich seit einem halben Jahr konsequent 3x die Woche Krafttraining (1x die Woche Rehasport im Kraftraum, 2x die Woche das Jillian Michaels Bauch, Beine, Po extreme Programm mit steigenden Gewichten) sowie 1x die Woche Cardiotraining (joggen oder radfahren). Hinzu kommen abwechselnd Unisportkurse, deren Auswahl ich davon abhängig mache, ob Freunde mitkommen. Bewährt haben sich bei den Unisportkursen Kampfsport und allgemeine Fitnesskurse. Ganz ungeeignet war für mich Zumba (dafür bin ich zu unbeweglich) und Schwimmen (liegt mir einfach nicht, macht keinen spaß). Meine größte Herausforderung und neueste sportliche Leidenschaft ist Poledance, was ich in unregelmäßigen Workshops lerne und zuhause übe.

Davon unabhängig steht noch 2x die Woche Krankengymnastik auf dem Programm, was durchaus auch an Geräten stattfindet.

Generell gilt für mich, dass ich bei allen Kursen, die ich besucht habe, immer einige oder mitunter viele Übungen nicht mitmachen kann. Ja, ich habe erhebliche Einschränkungen.
Ich wandle die Übungen dann so ab, dass sie für mich möglich sind. Kursleiter informiere ich nur dann, wenn diese mich ansprechen. Ich versuche gezielt nicht in eine Außenseiterposition zu geraten. Meine Freunde kennen meine physischen Möglichkeiten inzwischen ganz genau und kommentieren meine Übungsvariationen nicht mehr. Wir machen einfach gemeinsam, jeder nach seinen Fähigkeiten, Sport. ;-)

Fazit: eine gut trainierte Muskulatur führt bei mir zu einer erheblichen Steigerung der alltäglichen Belastbarkeit, einer inneren Ausgegliegenheit und natürlich zu einer sportlicheren Erscheinung. Ich kann es nur empfehlen, sich auch trotz OP an Sport zu wagen! :thumbsup:

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Lieber krumm und schief, als gerade und glattgeschmirgelt.

Ich bin stark, weil ich zerbrechlich bin.


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 Betreff des Beitrags: Re: Treibst du nach der Operation Sport?
BeitragVerfasst: Sa 28. Feb 2015, 10:52 

Registriert: Fr 30. Jan 2015, 15:54
Beiträge: 12
Hallo,

Wie sieht es mit Sport bzw. sportlichen Aktivitäten allgemein nach der OP (also nach der Zeit der Genesung von 1 Jahr) aus?
Ich mein jetzt sowas wie z.B. Rodeln, Schneewanderung, Fahrradtouren, Fitness, Freizeitpark, Fußball etc..


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 Betreff des Beitrags: Re: Treibst du nach der Operation Sport?
BeitragVerfasst: Sa 28. Feb 2015, 12:22 

Registriert: Di 24. Feb 2015, 23:14
Beiträge: 8
Diagnose: Kyphose (+Lordose); vor OP 70-80 Grad, nach OP 41 Grad, inzwischen 56 Grad
Operation: OP am 18.02.13 in Neustadt, versteift von Th7-L1, Subtraktionsosteotomie bei Th11
Hallo,
ich mache wieder regelmäßig Sport und habe kaum Probleme damit. Liegt vielleicht aber auch an meiner kurzen Strecke.
Im Schulsport mache ich wieder alles außer Bodenturnen mit. Da ich eine sehr verständnisvolle Sportlehrerin habe ist das überhaupt kein Problem.
Ich spiele auch Handball zwei Mal die Woche. Da hab ich auch keine Einschränkungen. Es war am Anfang richtig schwer, mitzuhalten, weil meine Kondition am Boden war (vor der OP war sie auch schon schlecht, nach einem Jahr Pause eben noch schlechter). Das geht inzwischen aber. Und auch Bauchmuskeln aufzubauen, war und ist für mich nicht ganz so leicht, ich habe zwar in der KG schon Übungen gemacht, aber bis zu denen die ich im Handball mache, ist das schon ein Unterschied. Sit-Ups z.B. mache ich nicht mit, weil ich eigentlich nur den Kopf heben kann und der Rest, so sehr ich mich auch anstrenge, auf dem Boden bleibt. Und bevor ich sie falsch mache lass ich es lieber ganz sein. Ich weiß jetzt nicht genau ob das an der Wirbelsäule oder einfach an der fehlenden Kraft liegt - keine Ahnung.
Ins Fitnessstudio gehe ich nicht, da ich Angst habe, falsche Übungen zu machen, die evtl. noch das Zunehmen von Kyphose und Lordose unterstützen. Ich werde aber denke ich jetzt in der Krankengymnastik nochmal genau nachfragen was ich machen kann, da ich schon meine Muskulatur mehr trainieren will.
Aber mal abgesehen davon hab ich im Handball keinerlei Probleme, auch wenns mal "härter" zugeht was ja im Handball nicht selten ist, merke ich das nicht speziell am Rücken.

LG Leo


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 Betreff des Beitrags: Re: Treibst du nach der Operation Sport?
BeitragVerfasst: So 1. Mär 2015, 17:16 
Administrator
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Registriert: Mi 20. Aug 2014, 07:55
Beiträge: 102
Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
Operation: 1997 Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade, sehr gutes OP-Ergebnis
Hallo thatslife,
thatslife hat geschrieben:
Wie sieht es mit Sport bzw. sportlichen Aktivitäten allgemein nach der OP (also nach der Zeit der Genesung von 1 Jahr) aus?
Ich mein jetzt sowas wie z.B. Rodeln, Schneewanderung, Fahrradtouren, Fitness, Freizeitpark, Fußball etc..

wenn man ein paar Dinge beachtet, sollte alles davon wieder möglich sein:

Rodeln: könnte je nach Versteifungsstrecke mühsam sein, weil man so niedrig sitzt, grundsätzlich aber machbar

Schneewanderung: wie normales Wandern, üblicherweise kein Problem; manche machen auch Langlaufen (habe ich noch nicht probiert). Beim Wandern bin ich ebenso strecken- und schnelligkeitsmäßig belastbar wie gleichaltrige Personen ohne körperliche Einschränkungen. Auch Bergwandern und Touren, die kurzzeitig solche Körperhaltungen http://www.bergfuehlung.de/thumbs/2ff9f ... .1.100.jpg
erfordern, gehen.
(Auf Touren mit großem Tragegepäck verzichte ich aber, sofern nicht jemand für mich einen genügend großen Anteil des Gepäcks übernehmen kann.)

Fahrradtouren: die richtige Sitz- und Lenkradeinstellung macht hier viel aus - nicht in Rennradhaltung nach vorne beugen - ; Fahrradtouren auf einem Radweg sind dann üblicherweise machbar (Downhill-Fahren sollte man sein lassen),

Fitness: Wenn es um Gerätetraining geht, sollte man beim Gewicht und bei bestimmten Körperhaltungen aufpassen. Würde nach einer OP, aber auch schon bei einer festgestellten Skoliose oder Hyperkyphose, nicht mehr bedenkenlos einfach irgendwas ausprobieren. Muskelaufbau ist wichtig! Mit Muskelaufbau meine ich hier aber einen funktionalen, nicht dicke Bodybuilder-Muskeln.

Freizeitpark: Kann je nach Fahrgeschäft sich eher ruckelig anfühlen, oder niedriges Sitzen anstrengend sein. Solange es nicht z.B. Freefall-Tower oder Achterbahnen mit extra fiesen Beschleunigungen sind, ist es okay.

Fußball: So hobbymäßig bestimmt machbar. Es könnte aber auffallen, dass man nicht mehr so wendig ist.

Allgemein, finde ich, sollte man sich nicht davon abhalten lassen, wenn beim ersten oder zweiten Ausprobieren die sportliche Betätigung in einer Sportart noch unbeholfen ausfällt. Man muss erstmal wieder Muskeln aufbauen und sich an die Versteifung in verschiedenen Situationen gewöhnen. Siehe auch die Sache mit der Kondition, die Leo beschreibt.
Nach der OP sich nach der Genesungszeit keine körperliche Aktivität mehr zuzutrauen, wäre meiner Meinung nach komplett verkehrt - klar, man hat gewisse Einschränkungen, aber zu einem inaktiven Couchpotatoe-Leben sollte und muss man sich nicht gezwungen fühlen. Muskeln und eine ordentliche Kondition gleichen viel aus!

Leos Beschreibung empfinde ich als typisch für Menschen mit einer Versteifung der bei ihr vorliegenden Länge.

Viele Grüße
Raven

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MeineRB


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 Betreff des Beitrags: Re: Treibst du nach der Operation Sport?
BeitragVerfasst: So 1. Mär 2015, 22:02 

Registriert: Fr 19. Dez 2014, 14:53
Beiträge: 8
Hallo,
nach meiner letzten Operation mache ich viel Sport, weil ich gelernt habe, dass es ohne richtigen Sport nicht geht. Ob mit Sport meine letzte Operation hätte verhindert werden können, ist natürlich nicht sicher.
Meine Reha 1/2 Jahr nach OP hat mir klar gemacht: Übungen/Sport muss sein. Da waren die Physiotherapeutinnen sehr eindringlich und ich habe es mir zu eigen gemacht.
2 x pro Woche 35 Minuten Cardiotraining am Cross-Trainer, dann Krafttraining an Geräten (Rückenmuskulatur, Armmuskulatur und Beinmuskulatur) und dann noch freies Training auf der Matte: Übungen für die Baumuskulatur, Dehnung + Flexi-Bar. Ich mache alles mit Vorsicjht und steigere mich daher auch nicht so schnell. Aber ohne diese Übungen ging es mir garantiert wesentlich schlechter. Da ich mich nach dem Sport mit der geliebten Sauna belohne, gibt es kein Motivations-Tief. Zudem kann ich mental gut beim Sport abschalten, was wichtig ist, wenn ich beruflich Stress habe. Auch genieße ich die Übungen, wenn ich meine Muskeln spüren kann. Ich denke an die Zeit direkt nach der OP zurück, wo ich mich kaum bewegen konnte und deswegen recht niedergeschlagen war. Ich freue mich, dass ich trotz meiner Einschränkungen so viel machen kann. Auch sieht ein sportlicher Körper einfach besser aus (ja, das ist in jungen Jahren noch nicht so groß der Unterschied, aber je älter man wird, desto sichtbarer wird es).
Ohne Sport kann ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen.

Viele Grüße


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