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 Betreff des Beitrags: Wirbelsäulenstreckung post OP?
BeitragVerfasst: Fr 13. Feb 2015, 00:59 
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Diagnose: Hyperkyphose 96°, Morbus Scheuermann, Keilwirbel, leichte Skoliose, ca 35°
Operation: 27.10.2010, WWK Bad Wildungen, Th3-L1, nach OP 60° Kyphose (30° im versteiften Bereich), Skoliose unter 10°
Hallo liebe Foris,

ich würde mal gerne eure Meinung hören, vielleicht hat auch jemand diesbezüglich schonmal eine Meinung von einem Arzt, Physiotherapeuten o.ä. gehört.

Und zwar wurde ich in der Werner-Wicker-Klinik operiert. Dort wird in den Tagen vor der Operation eine Art Wirbelsäulenstreckung durchgeführt, um bei der OP dann dann ein besseres Ergebnis erzielen zu können (und wohl auch die Muskulatur etc. schonmal an die Veränderung zu gewöhnen). Das ganze nannte sich "Cotrel-Extensionsbehandlung". Es war im Grunde ein Zugsystem aus Gurten, die an Hüfte und Kopf angebracht werden. Mit Hilfe eines simplen Flaschenzugsystems kann man dann selbst die Zugstärke bestimmen und man zieht sich im Bereich der Wirbelsäule für ein paar Minuten in die Länge.
Ich hab damals schon vor der OP gemerkt, wie sehr ich durch diese Anwendungen "gewachsen" bin und mir hat es gefühlt auch so ganz gut getan.
Nach der OP merke ich nun immer mehr, dass die Krümmung meiner Lordose(n) im nicht-operierten Bereich immer weiter zunehmen, ich hab auch ziemlich Probleme mit Blockaden etc..
Ich spiele nun mit dem Gedanken mit ein ähnliches Bandzugsystem selber zu basteln, um meine Lordose(n) unter und über der Versteifung hin und wieder "langziehen" zu können. Ich glaube zumindest meine Bandscheiben, Bänder und Muskulatur würden sich sehr darüber freuen, vielleicht könnte sogar die Krümmung etwas verbessert werden, wer weiß...
Bei der ganzen Aktion würde der Zug natürlich auf die komplette Wirbelsäule wirken, also auch auf den versteiften Bereich, bei mir von Th3-L1. Glaubt ihr, dass das nach ausgeheilter OP ein Problem darstellt? Hält das Metall das locker aus, oder ist das riskant? Würde gerne eure Meinung dazu hören! Ist vielleicht jemand post-OP schonmal in der Physiotherapie in irgendeiner Form gestreckt worden? Oder war vielleicht jemand zu einer zweiten OP in der WWK, und wurde erneut in das Cotrel-System eingespannt?

Ich würde es gerne ausprobieren, hab aber natürlich keine Lust mir eine Schraube auszureißen o.ä... und da ich das System erst bauen muss, würde ich auch gerne vorher ein paar Meinungen einholen, ehe ich mich an die ganze Bastelarbeit wage. Falls das Projekt was wird, würde ich es natürlich erstmal vorsichtig ausprobieren...

:danke:
Divided

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 Betreff des Beitrags: Re: Wirbelsäulenstreckung post OP?
BeitragVerfasst: Mo 16. Feb 2015, 17:00 

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Diagnose: juvenile idiopathische Skoliose: 32° lumbal, 28° thorakal
Hallo Divided,

ich bin zwar nicht operiert, aber mir fällt dazu sofort ein, dass in Bad Salzungen alle Gurt-Übungen (Becken ist während der Übung mit Hilfe von Gurten an Sprossenwand fixiert, was während der Übung einen leichten Zug ausübt) für Operierte absolut tabu sind, sicherlich nicht grundlos und dabei ist die Belastung vermutlich deutlich geringer als in so einem System wioe du es beschreibst.

LG
Tammi

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"I am and always will be the optimist. The hoper of far-flung hopes and the dreamer of improbable dreams."
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 Betreff des Beitrags: Re: Wirbelsäulenstreckung post OP?
BeitragVerfasst: Mo 16. Feb 2015, 17:09 
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Operation: 27.10.2010, WWK Bad Wildungen, Th3-L1, nach OP 60° Kyphose (30° im versteiften Bereich), Skoliose unter 10°
Hallo Tammi,

danke dir, ich glaube ich weiß welche Art von Übungen du meinst, zumindest wenn es hier um Schroth-Übungen geht. So eine Übung ist ja quasi die "Sparversion" von dem, was ich vorgehabt hätte. Aber wenn die das schon so klar für Operierte verbieten, sollte ich das wohl wirklich sein lassen.
Schade, aber was will man machen...
:danke:

Liebe Grüße,
Divi

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 Betreff des Beitrags: Re: Wirbelsäulenstreckung post OP?
BeitragVerfasst: Do 19. Feb 2015, 10:51 
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Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
Operation: 1997 Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade, sehr gutes OP-Ergebnis
Hallo Divided,
Divided hat geschrieben:
Und zwar wurde ich in der Werner-Wicker-Klinik operiert. Dort wird in den Tagen vor der Operation eine Art Wirbelsäulenstreckung durchgeführt, um bei der OP dann dann ein besseres Ergebnis erzielen zu können (und wohl auch die Muskulatur etc. schonmal an die Veränderung zu gewöhnen). Das ganze nannte sich "Cotrel-Extensionsbehandlung". Es war im Grunde ein Zugsystem aus Gurten, die an Hüfte und Kopf angebracht werden. Mit Hilfe eines simplen Flaschenzugsystems kann man dann selbst die Zugstärke bestimmen und man zieht sich im Bereich der Wirbelsäule für ein paar Minuten in die Länge.
Ich hab damals schon vor der OP gemerkt, wie sehr ich durch diese Anwendungen "gewachsen" bin und mir hat es gefühlt auch so ganz gut getan.

vor meiner OP (Hessing-Klinik) fand selbiges statt, und ich habe auch die von dir beschriebene Beobachtung gemacht.
Zitat:
Bei der ganzen Aktion würde der Zug natürlich auf die komplette Wirbelsäule wirken, also auch auf den versteiften Bereich, bei mir von Th3-L1. Glaubt ihr, dass das nach ausgeheilter OP ein Problem darstellt? Hält das Metall das locker aus, oder ist das riskant? Würde gerne eure Meinung dazu hören! Ist vielleicht jemand post-OP schonmal in der Physiotherapie in irgendeiner Form gestreckt worden? Oder war vielleicht jemand zu einer zweiten OP in der WWK, und wurde erneut in das Cotrel-System eingespannt?

Das würde ich nicht machen:
- mir wurde von Übungen/ sportlichen Betätigungen, die Zug auf die Wirbelsäule ausüben oder bei denen man nur an den Armen hängt, dringend dauerhaft abgeraten
- probiere ich das kurz aus, fühlt es sich sehr unangenehm an (z.B.: unter den Achseln gehoben werden, an einem Klettergerüst kurz mit beiden Füßen loslassen).

Viele Grüße
Raven

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Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wirbelsäulenstreckung post OP?
BeitragVerfasst: Di 24. Mär 2015, 23:46 
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Diagnose: Hyperkyphose 96°, Morbus Scheuermann, Keilwirbel, leichte Skoliose, ca 35°
Operation: 27.10.2010, WWK Bad Wildungen, Th3-L1, nach OP 60° Kyphose (30° im versteiften Bereich), Skoliose unter 10°
Hallo,

ich hab es jetzt doch gewagt und mir ein leicht improvisiertes Cotrel-System nachgebaut. Mein Osteopath (dem ich sehr viel zutraue) hatte grünes Licht gegeben, und grad zufällig hab ich von einer Operierten gehört, die ebenfalls leicht gestreckt wird in einem ähnlichen Konstruktion.

Lag jetzt zweimal kurz in diesem Ding drin und habe es vorsichtig ausprobiert. Zum Glück kann ich die Zugstärke ziemlich gut dosieren und schnell und fein variieren.
Ich spüre, dass (zu) starker Zug deutlich unbequem wird, besonders am unteren Ende/Übergang der Versteifung. Vor der OP bin ich damals (nach kurzer Eingewöhnung) wirklich aufs Maximum gegangen, das halte ich im Augenblick tatsächlich für eine blöde Idee.

Wenn der Zug allerdings nicht sooo stark ist (aber deutlich spürbar), find ich es im Moment ganz angenehm für meine Hyperlordosen. Da merke ich auch wirklich, wie ich langgezogen werde und sich die Krümmungen zumindest für den Augenblick verringern. Einen "Maximumstopp" hab ich mir zur Sicherheit jetzt auch eingebaut um nicht abzurutschen oder so.
Ansonsten muss ich wohl schauen, dass die Unterlage weich genug ist, da eine einfache Isomatte für meine Hubbelschrauben eindeutig zu dünn ist. Aber daran wird es wohl nicht scheitern. ;)

Ich plane mich demnächst mindestens einmal täglich für ein paar Minuten damit zu strecken. Wenn ich das (disziplinmäßig) durchhalte werde ich natürlich berichten, ob es mir dauerhaft gut oder schlecht tut...

Liebe Grüße,
Divided

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