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 Betreff des Beitrags: Was habt ihr für Berufe und Tätigkeiten vor und nach der OP?
BeitragVerfasst: Fr 12. Dez 2014, 21:10 
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Registriert: Di 19. Aug 2014, 20:55
Beiträge: 122
Wohnort: Eckental
Diagnose: Hyperkyphose 96°, Morbus Scheuermann, Keilwirbel, leichte Skoliose, ca 35°
Operation: 27.10.2010, WWK Bad Wildungen, Th3-L1, nach OP 60° Kyphose (30° im versteiften Bereich), Skoliose unter 10°
Hallo,

mich würde mal interessieren, was ihr für Berufe und Tätigkeiten ausübt und wie ihr damit körperlich zurecht kommt. Da das jede Umfrage wohl sprengen würde, hoffe ich hier auf Freitexte. ;)

Interessant ist für mich vor allem, wie die körperliche Beeinflussung bei eurer Tätigkeit aussieht. Sitzt ihr den ganzen Tag vor dem Computer, oder macht ihr etwas handwerkliches? Oder steht und lauft ihr vielleicht herum, tragt Kinder durch die Gegend oder könnt häufig wählen mit wechselnden Tätigkeiten?
Wie kamt ihr vor der Skoliose-Operation damit klar, und wie dann danach? Gibt es vielleicht Leute unter euch, die ihren ursprünglichen Beruf aufgeben mussten? Konntet ihr wechseln, gibt es Rentner unter euch? Oder gibt es Leute unter euch, denen durch die Operation erst neue Chancen eröffnet wurden?

Hier möchte ich auch kurz von mir Berichten: Schon seit meiner Jugend geht es mir aufgrund starker Schmerzen etc. nicht so gut und es ging eigentlich seit der Pubertät steil bergab - mir ist auch immer noch schleierhaft, wie ich eigentlich die Schule und mein Studium geschafft habe. Sicher hätte das nicht geklappt, hätte ich nicht Lehrer und Dozenten gehabt, die nachsichtig gewesen waren. Mein Studium war außerdem ein Kunststudium, bei dem man viel von zu Hause arbeiten konnte, man sich die Arbeit selber einteilen konnte und so weiter. Und meine Dozenten haben gefühlte drei Augen bei mir zugedrückt.
Während des Studiums bin ich operiert worden. Danach geht es mir jetzt zwar im großen und ganzen besser, jedoch fühle ich mich nicht annähernd in der Lage Vollzeit zu arbeiten, obwohl ich als selbstständiger Künstler mir wirklich aussuchen kann, wo, wie und wann ich arbeite.
Ich habe jetzt eine Teilerwerbsminderungsrente beantragt, habe allerdings nicht allzu große Hoffnung, dass das klappen wird.
Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich neben meiner Rückenproblematik und den Schmerzen noch komplexe Kreuzallergien habe (-> Dauerstress für den Körper), sowie Depressionen (die meiner Meinung nach primär auf die körperlichen Probleme zurückzuführen sind) und ein mysteriöses, aber nicht näher diagnostiziertes Erschöpfungssyndrom.

Wie ist und war das bei euch?

Liebe Grüße,
Divided

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 Betreff des Beitrags: Re: Was habt ihr für Berufe und Tätigkeiten vor und nach der
BeitragVerfasst: Sa 13. Dez 2014, 13:06 
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Registriert: Mi 20. Aug 2014, 07:55
Beiträge: 102
Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
Operation: 1997 Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade, sehr gutes OP-Ergebnis
Hallo,

ich arbeite - grob gesagt - im technischen Bereich im Büro; Tätigkeit besteht vor allem aus Programmieren, Daten auswerten etc. Ich bin inklusive Berufsausbildung seit meinem 16. Lebensjahr berufstätig, davon einige Jahre Vollzeit, einige Jahre mit überwiegend Teilzeit (aus Gründen der Weiterbildung).
Erfahrung mit Arbeiten vor der OP hatte ich somit nicht; bis es beruflich "ernst" wurde (= erste Praktika, erstes Probearbeiten) vergingen aufgrund des jungen OP-Alters nach der OP zwei Jahre.

Divided hat geschrieben:
Interessant ist für mich vor allem, wie die körperliche Beeinflussung bei eurer Tätigkeit aussieht. Sitzt ihr den ganzen Tag vor dem Computer, oder macht ihr etwas handwerkliches? Oder steht und lauft ihr vielleicht herum, tragt Kinder durch die Gegend oder könnt häufig wählen mit wechselnden Tätigkeiten?

Als am besten hat sich für mich Bürotätigkeit mit der Option zur freien Zeiteinteilung und Aufstehen nach Belieben, Pauseneinteilung nach Belieben erwiesen. Aufstehen nach Belieben heißt da auch, dass ich z.B. zwischendurch das Büro verlassen kann, kurz raus gehe, eine Runde spazieren, oder auch früher als üblich den Arbeitsplatz verlasse und zu Hause weiterarbeite. Unter den Umständen kann ich normale Arbeitszeiten problemlos bewältigen, was in meinem Beruf auch bedeutet, Überstunden in größeren Mengen sind üblich. Praktisch ist es für mich auch, bei Bedarf spontan Homeoffice machen zu können.
Allgemein fällt meine Beeinträchtigung bei meiner beruflichen Tätigkeit nur in "Randbereichen" auf.

Was gar nicht geht: Bürotätigkeiten oder andere Tätigkeiten im Sitzen, bei denen man "festsitzt", also z.B. aufgrund von festen Arbeitszeiten, festen Pausenzeiten, Kundenkontakt etc. am Platz bleiben muss, den Platz nicht verlassen darf weil man ein Gerät/ einen Ablauf beaufsichtigen muss. Ich kann zwar über den Tag verteilt auf guten Stühlen lange sitzen, aber nicht am Stück, und nicht auf "einfach irgendeinem" Stuhl.
(Tätigkeiten, die wenig ergonomisch anpassbar sind, Zwangshaltungen mit sich bringen, körperliches Geschick, Kraft etc. verlangen, sind für mich ebenso nicht sinnvoll ausübbar. Bemerkt habe ich das in Praktika. Mit meiner Ausbildung und meinem Studium wären auch Tätigkeiten möglich, die vor allem im Labor, in der Werkstatt, in der Montagehalle ausgeübt werden - für mich ist das aus körperlichen Gründen nichts.)

"Es geht nicht" bedeutet hierbei, dass die Tätigkeit zu so großen Belastungsschmerzen führt, dass die Freizeit nicht zur Erholung von diesen ausreicht. Oft lassen sich durchaus Ersatz-Körperhaltungen einnehmen, die auch die Werkstatttätigkeiten über kurze Zeit ermöglichen, aber es ist aufgrund der Dauerbelastung nicht empfehlenswert.

Da ich mich sehr für technische Berufe interessiere, war es für mich etwas schwierig, da einen Beruf (bzw. zwei Berufe - habe eine Berufsausbildung und ein Studium) zu finden, der tatsächlich viel mit Technik zu tun hat, jedoch nicht körperlich anspruchsvoll ist. Ein technisch orientierter kaufmännischer Beruf (es gibt ja eine ganze Reihe "Kauffrau für ..."-Berufe) wäre für mich nicht in Frage gekommen, da ich auf jeden Fall jemand bin, der sich mit Drehmoment, Volt und Multithreading wohler fühlt als mit Buchung, Kundenanruf und Kostenstelle :lol: .

Viele Grüße
Raven

_________________
MeineRB


Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was habt ihr für Berufe und Tätigkeiten vor und nach der
BeitragVerfasst: So 14. Dez 2014, 20:35 

Registriert: Mi 10. Dez 2014, 07:20
Beiträge: 6
Diagnose: Thorakale Hyperkyphose von 90°
Operation: OP 30.12.2013 , in der Schönklinik Neustadt . Fusionsstrecke Th2-L3 Restkrümmung 26°
Hallo,
Ich war vor meiner OP im Gartenbereich tätig,das hieß für mich den ganzen Tag stehen ,gehen,viel schweres heben, schieben und bücken . Ich musste die Container mit vom Lkw abladen, dann an die richtige Stelle schieben was auch nicht gerade leicht war , es war aber immer sehr schön draußen zu sein . Ich war aber auch froh wenn Büroarbeit anlag . Im Büro waren dann die Bestellung fällig sowie Eingänge u.s.w. Es wurde aber immer schlimmer mit meinen Schmerzen das ich mich dann für eine OP entschieden habe . Ja nach der OP war ich für diese Abteilung leider nicht mehr einsetzbar . Ich habe leichte Sachen bekommen zu packen im Markt und musste mit an die Kasse . Jetzt bin ich in einer Abteilung wo ich auch nicht schwer heben muss. Das was mir schwer fällt ist , wenn ich in den unteren Regal was packen muss liege ich fast auf dem Boden wo die Kunden mich dann fragen , ob ich hingefallen bin , oder ob das sein muss das ich mich ausruhe und im weg bin . Ich grinse mir nur eins über die blöden Sprüche und dann ist gut . Ich arbeite als Vollzeitkraft ,bin auch viel am gehen und stehen ,aber es geht .Wo ich noch Probleme habe ist wenn ich was aus den oberen Regal rausnehmen , weil ich meine Arme nicht mehr so ganz ausgestreckt bekomme . Aber die Arbeit hält mich fit und ich bin immer über jeden Schritt froh was ich mehr kann und schaffe.
LG Vampi


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 Betreff des Beitrags: Re: Was habt ihr für Berufe und Tätigkeiten vor und nach der
BeitragVerfasst: Mo 15. Dez 2014, 19:59 

Registriert: Di 9. Dez 2014, 20:23
Beiträge: 21
Operation: 1.OP 1998 Th6/L4,2.OP 2002 Rippenbuckelresektion,beide in der Uniklinik Münster.
Hallo,

vor meiner OP habe ich in eine Zahnarztpraxis geputzt,eine schwere Arbeit die ich nach der 1.OP nicht mehr machen konnte.Ein Jahr nach der OP,im Alter von 35 Jahre,habe ich dann eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin gemacht(nicht in der gleichen Praxis)dort bin ich seit 15 Jahren.Die Mischung aus sitzen und stehen und laufen ist gut für mein Rücken.Schwer heben muß ich nicht,mein Chef und meine Kolleginnen haben Verständnis wenn ich sage,nein das könne ich nicht tragen/heben,wir haben Kanister mit Desinfektionsflüssigkeit mit 10 und mehr Liter.Die Rippenbuckelresektion hatte ich kurz nach der Ausbildung,war auf der Arbeit auch kein Problem gewesen.
Ciao toni


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