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 Betreff des Beitrags: Habt ihr Erfahrungen mit Spätfolgen?
BeitragVerfasst: Di 2. Dez 2014, 04:07 
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Registriert: Di 19. Aug 2014, 20:55
Beiträge: 122
Wohnort: Eckental
Diagnose: Hyperkyphose 96°, Morbus Scheuermann, Keilwirbel, leichte Skoliose, ca 35°
Operation: 27.10.2010, WWK Bad Wildungen, Th3-L1, nach OP 60° Kyphose (30° im versteiften Bereich), Skoliose unter 10°
Für viele ist nicht ganz absehbar, was in ferner Zukunft mit einer Versteifung auf sie zukommen kann. Wer von euch kann von (unerwarteten) Spätfolgen berichten, die in den ersten Jahren nach der OP noch nicht absehbar waren? Wie sahen/sehen die aus, wären die eurer Meinung nach vielleicht verhinderbar gewesen? Glaubt ihr, dass bei heutigen OP Standards anderen das gleiche passieren wird? Interessant wär auch zu wissen, in welchem Alter ihr operiert worden seid!

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 Betreff des Beitrags: Re: Habt ihr Erfahrungen mit Spätfolgen?
BeitragVerfasst: Di 2. Dez 2014, 09:25 
Administrator
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Registriert: Mi 20. Aug 2014, 07:55
Beiträge: 95
Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
Operation: 1997 Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade, sehr gutes OP-Ergebnis
Hallo,

meine OP fand mit 13 Jahren statt, das ist nun 17 Jahre her.
Zunächst: dauerhafte, schwerwiegende, nur z.B. operativ behebbare oder die Alltagsleistungsfähigkeit dauerhaft einschränkende Spätfolgen habe ich nicht. Auch die Röntgenbilder zeigen, alles okay :thumbsup: Einen so guten dauerhaften Gesundheitszustand bezüglich des Befindens einerseits und bezüglich Stabilität der Versteifung und Gleichbleiben der Wirbelsäule andererseits (was ein RöBi zeigt und wie es einem geht, können ja auch "zwei paar Schuhe" sein) hatte ich, ehrlich gesagt, nicht erwartet.

Was bei mir etliche Jahre nach der OP ein Problem darstellte: Reißende Schmerzen in den Schultern. Es handelte sich um immer stärker fortschreitenden Muskelabbau im oberen BWS-Bereich und den Schultern, letztendlich so ausgeprägt, dass ich mir häufig bei einfachen Alltagstätigkeiten (z.B. Jacke anziehen, Gegenstand von wenigen 100 Gramm anheben) die Schultern verriss. (Die Folge dessen war, dass ich bestimmte Bewegungen noch mehr vermied, an z.B. Muskeltraining war gar nicht mehr zu denken. :? ) Die Schmerzen waren bedrohlich (stechende Schmerzen, Sorgen bzgl. Stabbruch) und im Alltag einschränkend.
Mit vorsichtigem Muskelaufbautraining, anfangs v.a. Swingstick, ließen sich diese wieder völlig beheben.

Ich bin mir sicher, bei regelmäßiger Physiotherapie oder auch nur Training zu Hause wäre das erst gar nicht passiert.

Damals nach meiner OP hatte man den Patienten gesagt, Physiotherapie ist etwas für die ersten ein, eineinhalb Jahre, um wieder fit zu werden, und sei danach nicht weiter erforderlich. Und so hielt ich das auch, wie die meisten Patienten aus der Klinik - nicht sehr verwunderlich, freute man sich doch, endlich die ganzen Arztbesuche und Therapien "abzuwerfen", den wöchentlichen Physio-Termin los zu sein, gerade in dem Alter...
Ein Weiterführen der Physio, zumindest ein Weiterführen der Übungen zu Hause, empfehle ich daher operierten Leuten unbedingt.

Viele Grüße
Raven

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MeineRB


Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Habt ihr Erfahrungen mit Spätfolgen?
BeitragVerfasst: Di 9. Dez 2014, 20:53 

Registriert: Di 9. Dez 2014, 20:23
Beiträge: 21
Operation: 1.OP 1998 Th6/L4,2.OP 2002 Rippenbuckelresektion,beide in der Uniklinik Münster.
Hallo,

die Probleme,die ich Heute habe sind die Bandscheiben.2012 bin ich operiert worden,ich glaube an L5,nun sieht es aus als müsse ich wieder unter's Messer.Diesmal ist es kein Vorfall sondern eine Verknöcherung/Verkalkung der Kanals.Weder Reha-Sport noch Tabletten haben was gebracht.Am 13.Januar habe ich den nächsten Termin beim Neurochirurgen,mal sehen was er diesmal sagt,schliesslich habe ich diesen Beschwerden schon seit über einem Jahr.
Ciao toni


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 Betreff des Beitrags: Re: Habt ihr Erfahrungen mit Spätfolgen?
BeitragVerfasst: Do 2. Apr 2015, 19:03 

Registriert: Fr 19. Dez 2014, 14:53
Beiträge: 8
Hallo,
da ich bereits eine Revisions-OP hinter mir habe, kann ich etwas zu den Spätfolgen meiner ersten OP in 1980 mitteilen. Ich hoffe, die Spätfolgen meiner OP aus 2009 bleiben mir erspart!!!!!!

Die Spätfolgen waren tatsächlich Spätfolgen, da sie spät kamen. Vielleicht wären sie nicht gekommen, hätte ich soviel "körperliche Ertüchtigung" durchgeführt, wie ich es seit der 2ten OP tue?? Das kann niemand sicher wissen, aber ich werfe mir es etwas vor. Natürlich nur zum Teil, denn aufgeklärt wurde ich darüber nicht, dass ich doch ständig meine Muskeln üben soll!
Auch dass ich möglichst meine Wirbel unterhalb der Versteifung schonen sollte (in dem ich mich über die Hüfte bücke und nicht über die Wirbelsäule) hat man mir nicht gesagt. So habe ich mich fleißig und häufig so falsch gebückt und wusste es nicht!!!
Ich war sogar stolz auf meine (hyper)Mobilität!
Ich wünsche denen, die noch Wirbel im der LWS frei haben, dass sie sie schonen!

Meine Spätfolgen nach 28 Jahren 8oder etwas vorher, nur noch nicht festgestellt) waren instabile Wirbel unterhalb der Versteifungsstrecke, somit unterhalb von L3. Zudem häufiger Schmerzen, die waren aber noch auszuhalten. Und etwas, was es heute bei der OP-Technik nicht mehr geben soll: Flat-Back, d.h. ich bin immer mehr nach vorne gebeugt gegangen ohne dass ich es hätte hindern können. Das war das größte Problem und der überwiegende Grund der 2ten OP. Mit dem Wirbelgleiten hätte man noch zuwarten können, obwohl man in meinem Alter lieber nicht zulange mit solchen großen OPS wartet, weil man sie immer schwerer "wegsteckt".
Ich hoffe ich bin schlauer!

Grüße


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